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  Pressemitteilung 6/2009
 
Neues Kohlekraftwerk in Lünen setzt auf umweltfreundliche Trockenentaschung von Clyde Bergemann
 
Wesel, November 2009
AE&E Inova hat Clyde Bergemann den Auftrag zur Lieferung eines Trockenentaschungssystems erteilt. Mit DRYCON setzt das 800 MW Steinkohlekraftwerk Lünen eine umweltfreundlich arbeitende Anlage zur Abkühlung und Transport der anfallenden Bodenasche ein.
Die Umweltvorteile entstehen dabei durch die Verwendung von Luft anstelle von Wasser. Weltweit ist die sogenannte Nassentaschung noch die dominierende Methode, doch steigendes Umweltbewusst-sein in den Industrieländern und die zunehmende Wasserknappheit an vielen Kraftwerksstandorten lassen die Bedeutung des Trockenverfahrens wachsen.
 
Insbesondere vorteilhaft wirkt sich bei DRYCON der zusätzliche Wärmegewinn aus dem Ascheausbrand aus. Hierzu setzt Clyde Bergemann eine hydraulisch betriebene Backenbrecher-/Schieber-Kombination ein, die sich zwischen Brennkammer und DRYCON-System befindet. Die aus der Brennkammer herabfallenden, heißen Aschebrocken werden durch die Backenbrecher-/Schieber-Kombination sofort in Stücke zerteilt. Somit fallen die heißen Kerne der Aschebrocken zerkleinert auf das Förderband von DRYCON und werden dort durch die im Gegenstromverfahren zirkulierende Luft zur Nachverbrennung angefacht. Die frei gesetzte Wärme gelangt durch die aufsteigende Luft wieder zurück in den Kessel. Dadurch erhöht sich der Wirkungsgrad, der Brennstoffverbrauch reduziert sich und somit die entsprechende Menge an CO2-Emissionen.
 
Weitere technische und wirtschaftliche Vorteile entstehen aus den im Vergleich zur Nassentaschung geringeren Betriebskosten. Da kein Wasser zum Einsatz kommt, entfallen auch Aufbereitungs- und Deponiekosten. Die Bodenasche ist von Anfang an trocken und eignet sich so zum Verkauf zur weiteren Verwertung in der Bau- und Zementindustrie.
 
Der Auftragsumfang umfasst Konstruktion, Produktion, Montage und Inbetriebnahme von DRYCON, Brecheranlage, Aschetransport-system und Silo mit Austrag- und Verladesystem inklusive des zugehörigen Stahlbaus. Die Steuerung der Anlage und die Anbindung an die Leitwarte erfolgt ebenfalls durch Clyde Bergemann.
 
Das Konstruktionsdesign von DRYCON besticht durch Robustheit und Modularität, beides elementare Eigenschaften, die sich in zahlreichen Applikationen bewährt haben. Als besonders interessant zur Unterstützung eines wirtschaftlichen Kraftwerkbetriebs beweist sich bei DRYCON das modulare Konstruktionsprinzip. Damit lässt sich das Längen-Breiten-Verhältnis des Förderbandes flexibel an die jeweils gegebenen Anlagen- und Prozessbedingungen anpassen. Das gewährleistet eine effiziente Aschekühlung bei gleichzeitig maximaler Förderrate und macht DRYCON zu einer führenden technischen Lösung im Bereich der trockenen Bodenentaschung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der durch die eingesetzten Förderketten erreichbare Steigungswinkel. So konnte zum Beispiel in einer Referenzanlage in Asien ein DRYCON-System realisiert werden, das Bodenasche über einen Steigungswinkel von 40 Grad zur Sammelstelle befördert. Diese konstruktive Flexibilität ist bei Neubauten genauso wichtig wie bei der Modernisierung von Anlagen.
 
Clyde Bergemann bietet neben DRYCON ein umfassendes Leistungsangebot für den Abtransport von Flug- und Bodenasche sowie der Schüttgut-Förderung. Das Unternehmen hat sich mit seiner Kompetenz für Engineering und schlüsselfertiger Anlagenausführung zum Marktführer etabliert. Alleine im Bereich der Kohlekraftwerke decken die installierten Systeme weltweit eine Kapazität von 500.000 MW ab.
 
„Wir sind stolz, mit dem Kraftwerk Lünen die erste Referenz in Deutschland für DRYCON vorweisen zu können. Mehrere Anlagen außerhalb Europas arbeiten bereits mit diesem System. Der Einsatz von DRYCON in einem so modernen und hoch effizienten Kraftwerk ist ein sehr großer Erfolg für uns und beweist unsere Wettbewerbsfähigkeit“, ergänzt Franz Bartels, President & CEO der Clyde Bergemann Power Group.
 

Bild Clyde Bergemann, Nr. 1:
DRYCON, das Trockenentaschungssystem, bietet optimales Abkühlverhalten bei maximaler Förderrate.


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